Der Arbeitsmarkt im Monat Juli
Seit mehr als fünf Jahren gewährt die Sozialagentur des Landkreises Ostvorpommern als optierende Kommune Leistungen nach dem SGB II. Diese umfassen die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit.
Seit mehr als fünf Jahren gewährt die Sozialagentur des Landkreises Ostvorpommern als optierende Kommune Leistungen nach dem SGB II. Diese umfassen die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit.
Im Juli 2010 wurden 8.411 Bedarfsgemeinschaften durch die Sozialagentur betreut. In den Bedarfsgemeinschaften leben 11.523 ALG II-Empfänger und 3.240 Sozialgeldempfänger. Seit Januar werden im Arbeitsmarktbericht der Sozialagentur die T0-Daten entsprechend den Kriterien der Bundesagentur für Arbeit abgebildet. Das bedeutet, dass sich die Angaben bezüg-lich der Bedarfsgemeinschaften, erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Sozialgeldempfänger rückwirkend um etwa 5-6% erhöhen werden.
Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum, trotz der erheblich gestiegenen Anzahl der Übertritte aus dem SGB III (Bundesagentur für Arbeit) im Jahr 2010 mit derzeit bereits 253 Personen, ebenso leicht gesunken. Trotz der guten Entwicklung des 1. Arbeitsmarktes war die Bundesagentur für Arbeit nicht in der Lage, die Übertritte aus dem Alg-I Bezug in den Alg-II Bezug zu verhindern. (siehe Seite 17). Allein die Übertritte im Jahre 2010 bedeuten für den Landkreis Ostvorpommern zusätzliche Kosten bei Unterkunft und Heizung in Höhe von ca. 500.000 €
Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat nochmals deutlich um 0,3 % zurück gegangen. Im Monat Juli beträgt diese im Rechtskreis SGB II bezogen auf alle zivilen Erwerbs-personen 7,3 %. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 2,3 %. Auch die absolute Zahl der Arbeitslosen von 3.954 liegt mit 1.275 Personen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Hauptgründe für den starken Rückgang der Arbeitslosenzahl sind der anhaltend hohe Bedarf an Personal in der Tourismusbranche und der unternehmensbezogenen Dienstleistungen. Bis zum Stichtag 23. Juli waren bereits 1.836 Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Des Weiteren wirkt sich der allgemeine Rückgang der Bedarfs-gemeinschaften bzw. der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen stark auf die Verringerung aus.
Hinsichtlich der Jugendarbeitslosigkeit im SGB II hat die Sozialagentur Ostvorpommern durch intensive Arbeit im Fallmanagement und der Berufsberatung beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Eine Auswertung über das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit und deren Entwicklung in den letzten 12 Monaten befindet sich auf Seite 12.
Ergebnisse zum Fortschreiten des Bundesprojektes „Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen – Perspektive 50 plus" sind auf Seite 14 dargestellt.
Derzeit befinden sich 1.982 Kunden in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, das sind 518 Personen weniger, als im Juni 2009.
Den Werten zur Arbeitslosigkeit liegt der 15. Juli als Stichtag zugrunde.
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